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Nürnberg, den 28.3.2018. Das angekündigte neue „Landesamt für Asyl“ in Bayern ist in Wahrheit ein Landesamt für Abschiebung.
„Mit dieser Bezeichnung wird das hohe Gut des völkerrechtlich geschützten Rechts auf Asyl in Misskredit gebracht“, so Diakoniepräsident Michael Bammessel zum Beschluss der bayerischen Staatsregierung.


Bayern soll ein neues „Landesamt für Asyl“ bekommen. Dies hat das bayerische Kabinett in seiner ersten Sitzung am 23. März 2018 unter dem neuen Ministerpräsidenten Markus Söder beschlossen. „Das Landesamt wird alle Kräfte bündeln für mehr Abschiebungen und mehr Rückführungen.“ So heißt es in der originalen Pressemitteilung über den Kabinettsbeschluss. Das neue Landesamt für Asyl in Manching bei Ingolstadt soll zum 1. August 2018 mit 1.000 Mitarbeitenden starten, um Abschiebungen abgelehnter Asylbewerberinnen und -bewerber zu beschleunigen.
„Die völlig irreführende Formulierung ‚Landesamt für Asyl‘ suggeriert“, so der Präsident der bayerischen Diakonie Michael Bammessel, „als sei es für den Schutz von Asylsuchenden zuständig. Das völkerrechtlich wie verfassungsrechtlich verbriefte Asylrecht ist in Deutschland jedoch eindeutig Sache des Bundes: Allein das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) bleibt für Asyl-Entscheidungen zuständig. Wenn sich die neue Behörde nun primär auf Abschiebungen konzentrieren soll, ist dies eine rein aufenthaltsrechtliche Angelegenheit und hat mit dem Schutzcharakter des Asylrechts nichts zu tun. Durch die unselige Verquickung der geplanten Abschiebebehörde mit dem Asylbegriff wird das hohe Gut des Asylrechts in Misskredit gebracht.“ Zudem sorge dies für Angst und Verunsicherung sowohl unter den Geflüchteten als auch in der breiten Bevölkerung.
„Wir erleben vor Ort in den Gemeinschaftsunterkünften, unter jungen Flüchtlingen an den Berufsschulen und bei den Deutsch- und Integrationskursen, wie sich teilweise eine richtige Panikstimmung unter den Flüchtlingen breit macht“, so Bammessel. Regelmäßige nächtliche Abschiebungen aus Unterkünften, ein Generalverdacht gegenüber Religionsgruppen und eine Rhetorik der Härte würden zu einer Stimmung der Ausgrenzung führen, die viele Integrationsbemühungen konterkarieren. „Wir erleben bei Menschen, die vor Diktaturen und Polizeistaaten geflohen sind, regelrechte Re-Traumatisierungen“, berichtet Bammessel aus der Beratungsarbeit der Diakonie. „Ich rate dringend zur verbalen Abrüstung, sonst wird gerade das verhindert, was alle wollen: Echte Integration.“

Diakonisches Werk Bayern e.V.
Dr. Leonie Krüger
Öffentlichkeitsarbeit

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„Beim Neujahrsempfang des Diakonischen Werkes Neu-Ulm e.V. erhielt die Pflegedienstleitung der Diakoniestation Steinheim-Nersingen-Senden Helga Buchsteiner (Bild Mitte) für ihre langjährigen Dienste das Silberne Kronenkreuz. Alle weiteren Mitarbeiterinnen wurden für 10 und 20 Jahre Dienst im Diakonischen Werk Neu-Ulm e.V. geehrt.

Von rechts nach links: Rosi Ziegler, Sigrun Rose (2. Vorsitzende), Veronika Bürkle, Petra Baum, Helga Buchsteiner, Gabriele Weinmann, Carmen Friedrich, Dekanin Gabriele Burmann, Tanja Geis-Gaffrey, Jasmin Öchsle.“

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Einladung zum Seminar Stressbewältigung

 

Thema:

Stressmanagement und Selbstfürsorge in der Flüchtlingshilfe

Wann:

26.04.2018 von 19.00 bis
20.30 Uhr

Wo:

Pfarrsaal, Martinushaus Hermann- Köhl-Straße 7, 89284 Pfaffenhofen

 

Referentin:
Sashi Singh ist Dipl. Psychologin und Mitarbeiterin der Diakonie Neu-Ulm im Bereich TAFF (Therapeutische Angebote für Flüchtlinge).
In diesem Seminar wird auf die besonderen Herausforderungen bei der ehrenamtlichen Betreuung von Flüchtlingen eingegangen. Intensive und teils lang anhaltende Kontakte zu traumatisierten Menschen und die emotionale Teilhabe an persönlichen Fluchtschicksalen können schnell zu physischer und psychischer Erschöpfung führen.
Während der Veranstaltung sollen Erfah- rungen aus der Helferperspektive ausge- tauscht und verschiedene Möglichkeiten zum Umgang mit Belastungen diskutiert werden.


Veranstalter:
Landratsamt Neu-Ulm / Diakonisches Werk Neu-Ulm e. V.
Bitte melden Sie sich telefonisch oder per Email bis zum 23.04.2018 an:
Margarete Fischer, Koordinatorin für Ehrenamtliche im Asylbereich
Landratsamt Neu-Ulm, Kantstraße 8,
89231 Neu-Ulm
Tel. 0731/7040-2671
E-Mail: margarete.fischer@lra.neu-ulm.de

Die Teilnehmerzahl ist auf ca. 20 Personen begrenzt. Die Teilnahme ist kostenlos.

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MAV Infobrief 2/2017

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Trauercafé in Nersingen

Wir laden Sie herzlich ein in unser Trauercafé für Trauernde, welches wir seit April 2012 monatlich anbieten. In der Zwischenzeit wird es von Trauernden verschiedenen Alters regelmäßig besucht. Es ist ein Ort der Begegnung in der schweren Zeit des Abschieds, egal wie lange der Verlust her ist Wir bieten Ihnen die Möglichkeit, sich mit gleichermaßen betroffenen Menschen auszutauschen, denn Trauer ist notwendig, um den Verlust zu überwinden!

(Hier klicken zum weiterlesen)

 

Diakonisches Werk
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