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Ausgabe 04/2017 vom 04.12.2017

Informationen bzgl. Ein- und Austragung aus der Newsletter-Abonnentenliste finden Sie am Ende dieser Ausgabe.

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

mit diesem Newsletter informieren wir Sie über aktuelle Neuigkeiten rund um das Diakonische Werk Neu-Ulm e.V. sowie berichten über regionalen und überregionalen soziale und diakonische Themen.
Haben Sie Anregungen, wie wir unseren Internet-Service noch weiter verbessern können? Dann schreiben Sie uns. Ihre Anregungen und Erfahrungsberichte sind uns eine wertvolle Hilfe!

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen unseres Newsletters und helfen Sie uns, damit wir weiterhelfen können.

Ihr Diakonie-Team

verwaltung@diakonie-neu-ulm.de
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INHALT

  1. Milad pflanzt einen Apfelbaum als Dankeschön
  2. Diakonie Herberge am Heiligen Abend
  3. Renate Janik, die Leiterin der Suchtberatung geht in den Ruhestand
  4. Rückschau auf ein Jahr Projekt „Alltagspaten“ in Neu-Ulm
  5. Neu-Ulm engagiert
  6. Familienausflug zum Augsburger Zoo
  7. Wegweiser für Betroffene und Angehörige
  8. Kubukina – Kunterbunter Kindernachmittag
    Adventsfeier mit Plätzchenbacken für und mit Asyl- und Flüchtlingskindern
  9. Erfolgreicher Verkauf von Produkten aus der Arbeitstherapie
  10. Reing’schmeckt – ein kulinarischer Blick über den Tellerrand
  11. Neues aus der Tagesstätte für seelische Gesundheit Neu-Ulm
  12. Wie Therapeuten Flüchtlingen helfen
  13. „TAFF – Ausbildung zum Sprach- und Kulturmittler”
  14. Wohnungssuche im Raum Neu Ulm/ Ulm
  15. Gleiches Recht für alle Jugendlichen. Diakonie Bayern lehnt Jugendhilfe-Reform der CSU als grundgesetzwidrig ab.
  16. Mehr Geld, mehr Beteiligung. Diakonie und Erziehungsverband fordern Hilfe beim Rückbau der Angebote für unbegleitete minderjährige Ausländer
  17. Mitgefangen, mitgehangen:
    Kindern aus Hartz-IV-Familien wird der Aufstieg verwehrt.
  18. „Zu vieles ist noch unklar.“ Geschäftsführende der Diakonie Bayern fordern Verschiebung der bayerischen Integrationsrichtlinie bis Ende 2018
  19. Leben bis zuletzt. Diakonie Bayern eröffnet Herbstsammlung 2017/Videoblog zum Thema Sterbebegleitung
  20. Aktionstag Glücksspielsucht: Bis zu 1.2 Millionen Menschen in Bayern von den Folgen der Spielsucht betroffen.

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Milad pflanzt einen Apfelbaum als Dankeschön

Am Samstag den 25. November hat der Iraner Milad Darwish im Garten der Sendener Flüchtlings- unterkunft einen Apfelbaum gepflanzt.
Er bedankte sich damit bei den vielen Helfern, ohne die er seine bisherige Integration in Deutschland nicht geschafft hätte.
Milads Wunsch, einen symbolischen Apfelbaum zu pflanzen, wurde von der Diakonie Asylberatung aufgegriffen und unterstützt.
An der Aktion nahmen zahlreiche Helfer und Freunde von Milad teil.
Der anerkannte Flüchtling absolviert zur Zeit ein Praktikum im Kindergarten.

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Diakonie Herberge am Heiligen Abend

Das Diakonische Werk Neu-Ulm lädt Menschen aus dem Raum Neu-Ulm/Ulm, die am „Heiligen Abend“ einsam sind, von Armut betroffen oder unterwegs sind und einen warmen Ort suchen, herzlich zur „Diakonie Herberge“ ein. Diese findet statt am 24.12.2017 von 17.30 Uhr bis ca. 21.00 Uhr im „Barfüßer“, Paulstraße 4 in Neu-Ulm.
Die Herberge findet bereits im 15. Jahr statt. Es ist sehr besonders, dass viele der Ehrenamtlichen seit dem Gründungjahr 2003, ebenso wie viele der Sponsoren die Herberge seit 15 Jahren unterstützen, sagt Heike Bayer, Leitung der Kirchlichen Allgemeinen Sozialarbeit der Diakonie Neu-Ulm. Dafür sind wir sehr dankbar, so Bayer.
Auch zum 15 mal bieten am Heiligen Abend ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein warmes Essen (Ausgabe ca. 18.00 bis 20.00 Uhr) und alkoholfreie Getränke an. Der Abend wird durch kleine Programmpunkte, wie z.B. eine kurze Andacht mit Frau Dekanin Gabriele Burmann oder gemeinsames Singen verschönert. Wer möchte, findet Gesprächspartner, kann zuhören und einen gemütlichen Abend verbringen. Keiner, der diesen Abend friedvoll und besinnlich verbringen möchte, wird an dieser „Herbergstüre“ abgewiesen. Auch Kinder sind herzlich willkommen - diese können während des Abends in der Kinderecke betreut werden.
Die Diakonie Herberge wird durch zahlreiche Sachspenden von Firmen und Privatpersonen unterstützt. Für die Unterstützung bedankt sich das Diakonische Werk Neu-Ulm e.V. sehr.

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Renate Janik, die Leiterin der Suchtberatung geht in den Ruhestand

Nach 35 Jahren als Leiterin der Suchtberatungsstelle Neu-Ulm und nach 40 Jahren Suchtarbeit geht Renate Janik im September 2017 in den wohlverdienten Ruhestand. Als Dipl. Psychologin, psychologische Psychotherapeutin mit mehrfachen therapeutischen Zusatzausbildungen hat sie die Suchthilfe im Landkreis Neu-Ulm maßgeblich vorangebracht und geprägt.

Im Jahr 1980 wurde die Psychosoziale Beratungsstelle für Suchtfragen als ökumenische Stelle mit der Hauptstelle in Neu-Ulm in Trägerschaft der Diakonie und einer Außenstelle in Günzburg in Caritas-Trägerschaft ins Leben gerufen. Zielgruppe waren Alkohol-, Medikamenten- und Drogenabhängige sowie deren Angehörige.

Seit 1982 leitet Frau Janik die Stelle, die zunächst über viele Jahre hinweg mit Frau Janik als Diplom Psychologin, zwei Diplom Sozialpädagoginnen und einer Verwaltungskraft – jeweils zu 100 % - besetzt war.

Bei ihrem Einstieg brachte Frau Janik ihre mehrjährige Erfahrung im stationären Suchtbereich in ihre Arbeit ein. Sie hat die Suchtberatungsstelle in Neu-Ulm stetig weiter entwickelt und konzeptionell und durch die Schaffung neuer Stellen vorangebracht. Neue Entwicklungen im Suchtbereich hat sie mit angestoßen und auch überregional mitgestaltet. So hat sie viele Jahre im Fachausschuss der evangelischen Suchtkrankenhilfe in Bayern aktiv und innovativ mitgearbeitet. Als eine der ersten hat sie die Durchführung der ambulanten Rehabilitation als Alternative zur stationären Rehabilitation vorangetrieben. Die Suchtberatung Neu-Ulm gehörte zu den ersten Beratungsstellen, die eine Anerkennung der Deutschen Rentenversicherung als Behandlungsstätte für die ambulante Rehabilitation von Abhängigkeitserkrankten vorweisen konnten.

Frau Janik hat dafür gesorgt, dass das Diakonische Werk Neu-Ulm als ernstzunehmender Partner im Suchthilfesystem der Region gesehen wird. Bei den Suchtkonferenzen 1994/1995 in Ulm und der anschließenden Umsetzungsphase wurde auf Betreiben von Frau Janik die Suchtberatung Neu-Ulm in Person von Frau Janik einbezogen. Ein Ergebnis war 1999 die Eröffnung des bundesländer- und trägerübergreifenden Kontaktladens „Exit“ in Ulm mit Zuständigkeit für den Bereich Ulm und Neu-Ulm unter Leitung des Diakonischen Werkes Neu-Ulm. Zwei 50-% Streetworkerstellen in Illertissen und Vöhringen wurden ebenfalls geschaffen und dem Kontaktladen zugeordnet.

Nach Schließung des Kontaktladens wurden im Jahr 2003 beim Diakonischen Werk getrennte Strukturen für die Beratung von Alkohol- und Drogenabhängigen geschaffen.

Seitdem konzentrierte sich die Psychosoziale Beratungsstelle ganz auf den „legalen Suchtbereich“.

Seit 2004 gelten neue Förderrichtlinien des Bezirks Schwaben. Grundlagen der Arbeit sind eine Leistungsbeschreibung und jährliche Zielvereinbarungen. Bei der Entwicklung der Leistungsbeschreibung für die Suchtberatungsstellen in Bayern hat Frau Janik als eine Vertreterin der Suchtberatungsstellen mitgewirkt.

Seit 01.10.2007 wurde die Stelle in „Suchtberatung Neu-Ulm“ umbenannt.

Es war Frau Janik immer ein Anliegen, neue Zielgruppen anzusprechen und spezifische, bedarfsgerechte Angebote zu schaffen.

Im Bereich Glücksspielsucht hat Frau Janik die Zeichen der Zeit frühzeitig erkannt und für die Suchtberatung Neu-Ulm den Zuschlag für eine von 20 Projektstellen im Bereich Glücksspielsucht erhalten. Die Fachstelle Glücksspielsucht hat sich hervorragend entwickelt und wird nach wie vor von den Hilfesuchenden sehr gut angenommen. 

Auch die Bedeutung des Themas „Sucht im Alter“ hat Frau Janik frühzeitig verstanden, in der Öffentlichkeit und in den Gremien des Gemeindepsychiatrischen Verbundes Aufmerksamkeit für dieses wichtige Thema geschaffen und breite Unterstützung für eine diesbezügliche Personalaufstockung erhalten. Nach jahrelanger Überzeugungsarbeit wurde vom Bezirk Schwaben eine 50%-Sozialpädagogenstelle für dieses Arbeitsgebiet bewilligt und seit 01.08.2017 besetzt.  

Die Suchtberatung war für sie immer ein sehr spannendes, buntes, vielschichtiges Arbeitsfeld, das das ganze Spektrum der menschlichen Möglichkeiten bereithält. Am wichtigsten war ihr dabei immer die Begegnung mit den Menschen, den Klientinnen und Klienten, den Kolleginnen und Kollegen und den Kooperationspartnern gewesen.

Die Suchthilfe hat sich in den letzten Jahrzehnten, die sie im Raum Neu-Ulm mitgestaltet hat, stetig weiter entwickelt. Renate Janik hat viele Entwicklungen voranbringen können. Sie hat es sehr genossen, im Team zu arbeiten und miteinander an den vielfältigen Herausforderungen zu wachsen. Am meisten am Herzen lag ihr nach wie vor ein professioneller, wertschätzender Umgang mit Menschen, die eine Sucht und damit verbundene Problemstellungen entwickelt haben. Diese Menschen haben darüber hinaus noch viele andere Seiten und sind wertvolle Mitglieder unserer Gesellschaft.

Renate Janik war in ihrer Tätigkeit als Psychologin und Psychotherapeutin im Laufe der Jahre unzählig vielen Menschen eine Ansprechpartnerin und eine Stütze. Im Rahmen der ambulanten Rehabilitation begleitete sie viele Klienten und Klientinnen auf ihrem Weg mit und aus der Sucht.

Von ihrer therapeutischen und suchtspezifischen Kompetenz, stets orientiert an aktuellen wissenschaftlichen Standards, profitierten nicht nur die hilfesuchenden Klienten und Klientinnen, sondern auch ihr Team und alle Kooperationspartner. Renate Janik war ein Modell für ihre Mitarbeiter und das in vielerlei Hinsicht. Ihre Integrität, Loyalität, Beharrlichkeit, Strukturiertheit, ihr Sinn für Gerechtigkeit und nicht zuletzt ihr freundliches Wesen bestimmten ihre Arbeitshaltung und ihren Führungsstil. Renate Janik förderte und forderte ihre Mitarbeiter gleichermaßen und ermöglichte es jedem einzelnen, sich innerhalb einer angenehmen und konstruktiven Team- und Arbeitskultur zu entwickeln und zu verwirklichen. Das Team und das gesamte Diakonische Werk Neu-Ulm bedauern den Weggang von Renate Janik sehr, auch wenn ihr natürlich ein schöner Ruhestand gewünscht wird. Sie war eine bewunderte und sehr geschätzte Chefin und Kollegin.

Karola Steiger und das Team der Beratungsstelle

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Rückschau auf ein Jahr Projekt „Alltagspaten“ in Neu-Ulm

Wussten Sie schon, dass es in Neu-Ulm seit Frühjahr 2016 Alltagspatenschaften zwischen Ehrenamtlichen und jungen Flüchtlingen gibt? Wäre eine solche Patenschaft nicht auch was für Sie? Gemeinsam den Alltag meistern, Spaß haben und voneinander lernen?

Das Thema Integration von jungen Flüchtlingen ist präsent wie selten zuvor und eine große gesamtgesellschaftliche Aufgabe, derer sich die Diakonie Neu-Ulm in Zusammenarbeit mit dem Familienzentrum angenommen hat. Mittlerweile werden dort 21 Alltagspatenschaften zwischen Ehrenamtlichen und jungen Flüchtlingen begleitet. Die Zusammenarbeit zwischen Ehrenamtlichem und jungen Flüchtlingen erstreckt sich von schulischen und beruflichen Themen über Begleitung zu Arztbesuchen, Behördengängen oder Terminen beim Rechtsanwalt bis hin zu Freizeitaktivitäten und einem bereichernden Kennenlernen der unterschiedlichen Kulturen. Unterstützt werden die ehrenamtlichen Helfer durch professionelle, sozialpädagogische Begleitung, regelmäßige Supervision und Fortbildung. Mit Unterstützung der vielen Ehrenamtlichen und durch große Motivation der Migranten konnten bisher gute Ergebnisse erzielt werden. Erfolgreiche Schulabschlüsse, Vermittlung in Praktika oder Ausbildung und die Vermittlung von Deutschkenntnissen sind Beispiele dafür. So erzählt auch das Ehepaar Siglinde Hiller und Manfred Psenner: „Wir haben uns für die Patenschaft entschieden, weil die jungen Menschen seit ihrer Volljährigkeit auf sich alleine gestellt sind und wir sie unterstützen möchten. Mittlerweile haben wir drei Flüchtlinge aus Guinea unter unsere Fittiche genommen, alle gehen regelmäßig in die Schule und haben erfolgreich mehrere Stufen der Sprachtests (A1, A2 oder B1) bestanden.“ Für alle drei haben die Beiden ein zweiwöchiges Berufsorientierungspraktikum gefunden, denn ihre Schützlinge haben klare Vorstellungen, welchen Beruf sie einmal ergreifen möchten. „Diese jungen Menschen haben eine Chance verdient, ihre und auch unsere Zukunft mit zu gestalten.“, sagen die Alltagspaten Siglinde Hiller und Manfred Psenner.

All das zeigt, wie erfolgreich und dringend notwendig ein Ehrenamt in der Begleitung der Migranten und die Fortsetzung und der weitere Ausbau des Projekts sind. Derzeit gibt es eine Warteliste an jungen Flüchtlingen, die auf Unterstützung warten!

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Frau Hirschauer (Diakonisches Werk Neu-Ulm, 0176 45558056 ) oder Frau Baur (Familienzentrum, 0731 6030991 (Familienzentrum).

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Neu-Ulm engagiert

logo-familien-zentrum

Vom 08.-17. September fand die Woche des bürgerschaftlichen Engagements statt. Die Neu-Ulmer Ehrenamtsbörse beteiligte sich bei der bundesweiten Aktionswoche mit dem Projekt „Seitenwechsel – Ehrenamt für einen Tag“, um auf das Ehrenamt in Neu-Ulm aufmerksam zu machen.

„Ohne den unermüdlichen Einsatz der ehrenamtlich Tätigen wäre unsere Gesellschaft erheblich ärmer. Das große Engagement der zahlreichen Ehrenamtlichen in Neu-Ulmer Vereinen, Inititativen und Einrichtungen macht unsere Stadt lebens- und liebenswert. Vielen in der Stadt ist gar nicht bewusst, wie vielfältig und bunt das bürgerschaftliche Engagement ist“, sagt Jessica Baur, Leiterin des Neu-Ulmer Familienzentrums.

Ziel der Aktion Seitenwechsel war es, die große Bandbreite des Ehrenamtes sichtbarer zu machen, wertvolle Einblicke in das Ehrenamt zu ermöglichen und längerfristige Kooperationen anzustoßen. Zudem bekamen die Teilnehmer die Möglichkeit, sich kurzzeitig zu engagieren. „Natürlich geht es auch um die Gewinnung weiterer Engagierter und die Information über die mögliche Beratung und Vermittlung durch die Neu-Ulmer Ehrenamtsbörse“, so Baur. „Die Vielfalt des Ehrenamts ist so groß, das für Jede und Jeden ein passendes Engagement mit geeignetem Zeitumfang dabei ist.“

Eingeladen waren alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, Politiker, Verwaltungsangestellte und Menschen aus der Wirtschaft, sich in verschiedenen gemeinnützigen Projekten zu engagieren. Der Seitenwechsel wurde vom Team der Neu-Ulmer Ehrenamtsbörse, ein Projekt des Familienzentrums, anlässlich der Woche des bürgerschaftlichen Engagements organisiert. Insgesamt 13 Einrichtungen haben am Seitenwechsel teilgenommen und den Interessierten 16 verschiedene Projekte bieten können. Die meisten Teilnehmer kamen aus der Politik, um in die einzelnen Aktionen zu schnuppern. So engagierte sich Stadträtin Mechthild Destruelle in der Sozialpsychiatrischen Tagesstätte des Diakonischen Werkes im Projekt Gartengruppe, Bundestagsabgeordnete Katrin Albsteiger schnupperte in das Projekt Hausmeisterservice, Stadtrat Alfred Schömig unterstützte einen Jugendlichen im Lernpaten-Projekt des Familienzentrums und Stadträtin Christina Richtmann half am Verkaufsstand des Fußballvereins Türkspor mit. Kinder ab 3 Jahren konnten Landrat Thorsten Freudenberger beim „Lesespaß am Samstag“ in der Neu-Ulmer Stadtbücherei zuhören. Weitere Einsätze gab es beim Singkreis mit Senioren im Seniorenzentrum Nersingen und dem Tafelladen des Bayerischen roten Kreuzes. Die Arbeiterwohlfahrt Neu-Ulm bot einen Info-Abend zum Projekt „Begleitung im Alltag“ an. Unterstützt wurde die Aktion von der Sparkasse Neu-Ulm/Illertissen und dem Verein „Wir in Neu-Ulm e.V.“. Auch Citymanagerin Ina-Katharina Barthold war beim Seitenwechsel dabei und engagierte sich beim Kochprojekt der Sozialpsychiatrischen Tagesstätte. Auf der Homepage der Neu-Ulmer Ehrenamtsbörse unter www.neu-ulmer-ehrenamtsboerse.de wurden die Seitenwechseleinsätze in einer Bildergalerie festgehalten.

Ihren Abschluss fand die Neu-Ulmer Woche des Bürgerschaftlichen Engagements am 16. September im Brückensaal der Sparkasse Neu-Ulm. Im Rahmen der Kulturnacht wurden durch eine kleine Ausstellung Einblicke in die verschiedenen Engagements gegeben und auf die Neu-Ulmer Ehrenamtsbörse aufmerksam gemacht.

Die Rückmeldungen der Beteiligten waren durchweg positiv. Die Engagierten berichteten vor allem von viel Spaß, guter Teamwork und spannenden und bereichernden Ehrenämtern. Auch brachten sie zum Ausdruck, wie beeindruckt sie von den Projekten sind und wie viele Ehrenamtliche teilweise im Einsatz sind, um verschiedene Aktionen und Angebote überhaupt stemmen zu können. Teilweise wurden auch Kontakte geknüpft, die auch über die Aktion hinaus bestehen bleiben sollen. „Das Schöne am Seitenwechsel ist auch, dass Menschen in Kontakt treten, die sich sonst kaum begegnen würden“, so Baur. Özgür Tan vom Fußballverein Türkspor meldet zurück: „Eine super Idee. Hoffentlich finden sich viele Ehrenamtliche und Institutionen, die dann längerfristig miteinander arbeiten.“ Der diesjährige Seitenwechsel soll erst der Anfang von möglichen zukünftigen Kooperationen sein. Durch die Förderzusage und damit weitere Teilnahme im Programm Engagierte Stadt stehen die weiteren Vorhaben des Familienzentrums ganz im Zeichen von Netzwerkarbeit und dem Knüpfen von Kooperationen.

Engagierte Stadt
Die Neu-Ulmer Ehrenamtsbörse gehört zum Familienzentrum, welches vom Caritasverband für die Region Günzburg und Neu-Ulm e.V. und dem Diakonischen Werk Neu-Ulm e.V. getragen wird. Seit 2015 ist die Ehrenamtsbörse Teilnehmer im Programm Engagierte Stadt. Hier werden erstmals nicht begrenzte Projekte, sondern die Verbesserung der Gesamtstruktur der Engagementlandschaft einer Stadt gefördert. Das Ziel für Neu-Ulm ist es, Einrichtungen besser zu vernetzen, allen Bürgerinnen und Bürgern einen leichteren Zugang zum Ehrenamt zu ermöglichen, den gesellschaftlichen Wert des Ehrenamtes zu unterstreichen, Kooperationen zu ermöglichen und Vieles mehr. Die Engagierte Stadt ist eine gemeinsame Initiative der Bertelsmann Stiftung, der BMW Stiftung Herbert Quandt, des Generali Zukunftsfonds, der Herbert Quandt-Stiftung, der Körber-Stiftung, der Robert-Bosch Stiftung und des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.


INFO:
Die Neu-Ulmer Ehrenamtsbörse unterstützt auf der einen Seite interessierte Bürgerinnen und Bürger bei der Suche nach dem passenden Engagement. Auf der anderen Seite ist sie für Neu-Ulmer Initiativen, Einrichtungen und Vereine der richtige Ansprechpartner rund ums Thema bürgerschaftliches Engagement. In einer offenen Sprechstunde (dienstags von 10:00-12:00 Uhr, donnerstags von 16:00-18:00 Uhr) kann man sich unverbindlich und ohne Anmeldung über die verschiedenen Engagement-Möglichkeiten in Neu-Ulm persönlich informieren.
Kontakt: Neu-Ulmer Ehrenamtsbörse im Familienzentrum, Kasernstr. 54, 89231 Neu-Ulm, Tel.: 0731 6030991, E-Mail: info@neu-ulmer-ehrenamtsboerse.de


Pressekontakt für Rückfragen:
Jessica Baur
Familienzentrum Neu-Ulm
Kasernstr. 54, 89231 Neu-Ulm
Tel.: 0731 6030991
Mail: info@familienzentrum-neu-ulm.de

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Familienausflug zum Augsburger Zoo

Vom Mehrgenerationenhaus wurde am Samstag, den 14. Oktober 2017 ein Familienausflug zum Augsburger Zoo organisiert. Teilnehmen konnten Familien aus Leipheim und Umgebung mit und ohne Migrationshintergrund. Bei herrlichem Sonnenschein fuhren wir mit dem Bus, der von Erdgas Schwaben gesponsert wurde, nach Augsburg in den Tiergarten. Beim Bestaunen von Tigern, Löwen, Elefanten und vielen weiteren Tieren konnten wir einen spannenden Tag erleben und viele neue Dinge erfahren. Auch für Verpflegung war gesorgt. Höhepunkt des Ausfluges war die Fütterung der Robben, für die Kinder der riesige Abenteuerspielplatz. Wir hoffen, es hat allen Spaß gemacht und freuen uns schon auf weitere Aktionen im nächsten Jahr.

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Wegweiser für Betroffene und Angehörige

Der Gemeindepsychiatrische Verbund Günzburg / Neu-Ulm (GPV) hat erstmalig einen Wegweiser für Menschen mit psychischen Problemen veröffentlicht. Die kostenlose Broschüre bietet Betroffenen und Angehörigen auf 35 Seiten einen umfassenden Überblick über die bestehenden Unterstützungsangebote der psychosozialen Versorgung von psychisch kranken und suchtkranken Menschen. Mit dem neuen Psychiatriewegweiser wird die Vielfalt der psychiatrischen Versorgungs- struktur in der Region Günzburg/Neu-Ulm sichtbar und leichter nutzbar. Alle Angebote sind mit einführenden Texten beschi ieben und übersichtlich gegliedert nach Stich- worten wie Diagnostik und Behandlung, Beratung, Selbsthilfe, ambulante Angebote, Wohnangebote und Suchthilfe. Der Weg- weiser kann in Papierform über die Koordinationsstelle des Gemeinde- psychiatrischen Verbundes Günzburg / Neu-Ulm unter Telefon 07 31/70 40-55 55 angefordert werden. (zg)
Internet Außerdem steht die Broschüre auf der Homepage des Bezirks Schwaben unter folgendem Link zum Download zur Verfügung: https://www.bezirk-schwaben.de/media/2255/wegweiser-fuer-betroffene-und-angehoerige-guenzburg-neu-ulm-2017.pdf

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Kubukina – Kunterbunter Kindernachmittag
Adventsfeier mit Plätzchenbacken für und mit Asyl- und Flüchtlingskindern


Die Kinder und Jugendlichen, sowie Konfirmanden der evang. Kirchengemeinde Dillingen möchten im Rahmen des „Kunterbunten Kindernachmittags“ alle Kinder, auch anderer Religionen einladen, mit uns Advent zu feiern. Advent ist die Zeit vor Weihnachten. Weihnachten ist ein sehr wichtiges Fest für uns Christen. Wir möchten Kindern aus anderen Ländern und Religionen zeigen, wie wir uns auf Weihnachten vorbereiten und uns freuen. Gemeinsam singen und basteln wir und backen viele Süßigkeiten. Die Gemeindereferentin i. V. Mareike Kühn, sowie die Mitarbeiterinnen des Diakonischen Werkes Neu-Ulm e. V. in Dillingen, Asylsozialberaterin Sonja Pfalzer und Ingrid Braun von der Kirchlichen Allgemeinen Sozialarbeit freuen sich zusammen mit ihrem Team auf viele Kinder.

Termin: Freitag, 08.12.2017 von 15 – 17.30 Uhr im Evang. Gemeindehaus in Dillingen, Martin-Luther-Platz 1. Info und Anmeldung: 0176 – 45 54 56 83 oder 0176 – 45 55 15 23.

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Sozialpsychiatrischer Wohnverbund und Tagesstätte:

Erfolgreicher Verkauf von Produkten aus der Arbeitstherapie:

In unserer „Hochsaison“ im Herbst und in der Vorweihnachtszeit haben wir auf mehreren Märkten mit teilweise sehr gutem Erfolg unsere Produkte verkauft: Töpfermarkt und Apfel-Pilz-Ausstellung in Neu-Ulm Markt der kleinen Dinge im Haus der Begegnung in Ulm Weihnachtsmarkt in Gerlenhofen

Neue Plätze für das Wohnheim und ambulante Betreuung in Neu-Ulm:

In der Hermann-Köhlstraße 9 nutzen wir ab Dezember 2017 eine der freigewordenen Wohnungen als ambulante Wohngruppe.
Im Januar 2018 wird dann nach der endgültigen Bewilligung der zusätzlichen stationären Plätze durch den Bezirk Schwaben die zweite freie Wohngruppe mit drei zusätzlichen Plätzen eröffnet. Sie wird an das dezentrale Wohnheim angegliedert und ist vorwiegend für jüngere Frauen gedacht.
In beiden Bereichen sind im Moment noch Plätze frei. Wer in Frage kommende Klient(inn)en hat, kann sich an Herrn Henni (Wohnheim, Tel. 7047874) oder Frau Öchsle (ambulante WG, Tel. 88030212) wenden.

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Reing’schmeckt – ein kulinarischer Blick über den Tellerrand

Heiß her ging es bei den internationalen Kochabenden im Landkreis Günzburg, bei denen gemeinsam gekocht, gelacht und gegessen wurde – mit und auch ohne Besteck.
Die Asylsozialberaterinnen Lucia Grau, Jasmin Mailänder und Julia Ruf des Diakonischen Werks Neu-Ulm e.V. erstellen ein internationales Kochbuch. Hierfür wurden in mehreren Ortschaften Kochaktionen veranstaltet, bei denen die Flüchtlinge teilnehmen und ihre Lieblingsrezepte aus der Heimat kochen konnten. Es wurden die leckersten Gerichte gezaubert und die Rezepte wurden nebenher mitnotiert und abfotografiert. Beim anschließenden gemeinsamen Verzehr gab es zum Beispiel Kusa Blaban (gefüllte Zucchini) Naan (Fladenbrot), Bolani (mit Lauch gefüllte Teigtaschen), als Nachspeise Jelebi (Zuckerschnecken) und vieles mehr!

Das Buch „Reing‘schmeckt – ein kulinarischer Blick über den Tellerrand“ wird Anfang Dezember diesen Jahres erscheinen und ist für 5 Euro erhältlich. Ausgabe und Bezahlung erfolgt nach Absprache.
Das 72-seitige Buch ist DinA4, gefüllt mit anschaulichen Bildern und hat einen Hardcover-Einband. Im Buch sind zusätzlich Informationen über die Herkunftsländer und deren Sprachen enthalten.

Gefördert wurde das Projekt durch das „Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft“ aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags. Ziel des Projektes ist es, die verschiedenen Kulturen einander näher zu bringen und neben der ganzen politischen Debatte einen Einblick in die schönen Dinge zu geben, die die Arbeit mit Flüchtlingen und Asylbewerbern mit sich bringt.

Foto mit Personen von Desiree Hutter

Vielleicht sind Sie noch auf der Suche nach einem Geburtstags- oder Weihnachtsgeschenk? Dann bestellen Sie jetzt schon vor, denn die Auflage ist limitiert.
Bei Interesse senden Sie bitte eine Email unter Angabe der gewünschten Stückzahl an
Julia Ruf: j.ruf@diakonie-neu-ulm.de

Wir freuen uns auf Ihre Bestellung!
Julia Ruf

Titelbild des Kochbuchs (Kochlöffel mit Händen) von Ramona Nahirni-Vogg

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Neues aus der Tagesstätte für seelische Gesundheit Neu-Ulm

Zusage des Bezirk Schwaben für das Zuverdienstprojekt „Hausmeisterservice und Dienstleistungen“ in der Tagesstätte Neu-Ulm
Im letzten Newsletter haben wir bereits angekündigt, dass unser Zuverdienstprojekt beim Bezirk Schwaben zur Genehmigung vorliegt. Nun ist es beschlossene Sache, ab Januar startet es in der Tagesstätte Neu-Ulm. Für dieses Projekt wird das Personal mit einem Mitarbeiter mit 19 Stunden pro Woche aufgestockt. Wie bereits im letzten Newsletter detailierter beschrieben, ist das Ziel Menschen mit psychischen Belastungen, die auf dem Arbeitsmarkt (noch) keine Chance haben, eine sinnvolle Beschäftigung zu bieten, die im besten Falle zur Arbeitsfähigkeit führt. Die Angebote, um die Arbeitsfähigkeit zu trainieren, sind breit gefächert in unserem Zuverdienstprojekt „Hausmeisterservice und Dienstleistungen“.

Advents- und Weihnachtszeit in der Tagesstätte Neu-Ulm
Im Dezember finden viele Aktionen und Ausflüge zur Einstimmung in die Weihnachtszeit statt. Es werden Adventskränze gebunden, Plätzchen und Stollen gebacken und natürlich verschiedene Weihnachtsmärkte besucht. In der Tagesstätte findet, wie jedes Jahr eine Weihnachtsfeier mit Gesang, Nikolausbesuch und gemütlichem Beisammensein mit den Besucher statt. Die Tagesstätte hat bis auf die Feiertage auch in der Weihnachtszeit und ersten Januarwoche geöffnet. Die Öffnungszeiten sind allerdings von Mittwoch 27.12.2017 bis 5.01.2018 auf 8 Uhr bis 14 Uhr verkürzt.
Das Team der Tagesstätte und die Besucher wünschen allen eine besinnliche Adventszeit, Frohe Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr.

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Wie Therapeuten Flüchtlingen helfen

Die Diakonie startet in Neu-Ulm das „Taff“-Projekt für Asylbewerber mit posttraumatischen Belastungen. Dabei stehen die Fachleute vor großen Herausforderungen. Von Stefan Kümmritz

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Das Organisations-Team des Taff-Projekts der Diakonie (von links): Barbara Abdallah-Steinkopff, Stefan Schmid, Anja Krauß und Sashi Singh.

Foto: Stefan Kümmritz

Wenn Flüchtlinge ins Land kommen, entstehen Probleme, die größten für diese selbst. Sie haben ihre Heimat verlassen, weil dort Kriege, Armut oder Hungersnot herrschen oder sie politisch verfolgt wurden. Hier angekommen, brauchen sie Hilfe, wegen ihrer posttraumatischen Belastungen sehr häufig auch psychotherapeutischen Beistand. In den großen Städten wie beispielsweise der bayerischen Landeshauptstadt München gibt es oft schon Einrichtungen, in denen die Hilfebedürftigen fachliche Unterstützung erhalten, in kleineren Städten und in ländlichen Gegenden liegt da noch einiges im Argen. Die Stiftung „Welten verbinden“ und die Diakonie Bayern, in ihr auch die Diakonie Neu-Ulm, will dort regulierend eingreifen und die Situation der behandlungsbedürftigen Flüchtlinge oder Asylbewerber mit dem Projekt Taff (Therapeutische Angebote für Flüchtlinge) verbessern. Wichtig dabei ist auch das Konzept der kurzen Wege.

Im Rahmen einer Schulung zum Thema „Kultursensible Therapie“ der Koordinierungsstelle Taff für Therapeutinnen aus den Landkreisen Neu-Ulm, Dillingen und Günzburg stellte insbesondere der fachliche Leiter des Taff-Projekts, Stefan Schmid aus München, im evangelischen Gemeindesaal am Neu-Ulmer Petrusplatz die Aufgaben der Organisation näher vor. Er berichtete, dass Taff im Allgäu bereits seit zwei Jahren greife, hier aber erst in der Aufbauphase sei. Schmid: „Wir sind dabei, ein Netzwerk aufzubauen.“ Die Zusammenarbeit müsse insbesondere zwischen Psychotherapeuten, Sozialarbeitern und Dolmetschern funktionieren. „Es gibt viele Baustellen“, erläutert Schmid. „Es müssen Therapeuten gefunden und gewonnen werden und sie müssen qualifiziert werden. Es muss entschieden werden, wo die Patienten behandelt werden und es müssen Dolmetscher verfügbar sein.“

Wie notwendig ein Projekt wie Taff offenbar ist, zeigt Psychotherapeutin Barbara Abdallah-Steinkopff aus München auf, die seit über 20 Jahren Flüchtlinge und Folteropfer bei Refugio München behandelt und die jetzt in Neu-Ulm die Schulung veranstaltete: „Es gibt zwar keine genauen Zahlen, aber 40 bis 60 Prozent der Asylbewerber haben große psychische Belastungen, bei Minderjährigen sind es sogar fast 70 Prozent.“ Dabei sei es nicht so leicht, die entsprechenden Therapeuten zu finden, denn viele seien es nicht gewohnt, mit Menschen zu arbeiten, die unter sehr schweren existenziellen Bedingungen leben und andere Wertvorstellungen haben. Auch sei es ihnen fremd, mit Dolmetschern zu arbeiten, die unbedingt nötig seien. Abdallah-Steinkopff macht deutlich: „Das sind echte Herausforderungen.“

Im mittleren Schwaben werden derzeit fürs Taff-Projekt drei Stellen vom Freistaat Bayern finanziert. Für die Landkreise Neu-Ulm und Dillingen ist Diplom-Psychologin Sashi Singh (Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber Neu-Ulm) tätig, für den Landkreis Günzburg Anja Krauß (Mehrgenerationshaus Leipheim) und als Sprach- und Kulturmittler Melanie Pongratz (Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber Neu-Ulm). Wie Stefan Schmid anführt, wären für die drei angesprochenen Landkreise fünf bis zehn Therapeuten, die am Taff-Projekt mitarbeiten, eine sehr gute Zahl.

Vor acht Jahren habe man schon einmal versucht, Therapeuten für die Arbeit mit Flüchtlingen zu gewinnen, erzählte Barbara Abdallah-Steinkopff. „Aber damals hat kein Interesse geherrscht. Jetzt ist das Thema angekommen und es gibt Interessenten. Insgesamt ist unser Konzept sehr erfolgreich.“ Die Kontakt- und Koordinierungsstellen für psychisch erkrankte Flüchtlinge und Asylbewerber sind in Neu-Ulm und Leipheim. Sie treten quasi als Vermittler auf.

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„TAFF – Ausbildung zum Sprach- und Kulturmittler“
18 Sprach- und Kulturmittler nehmen an der Seminarreihe des TAFF- Projektes teil


Am 24.11.2017 startete gut besucht der erste Block zur Seminarreihe. Hauptsächlich arabische Sprachen, wie z.B. Dari, Paschtu, Persisch uvm. sind an der Seminarreihe des TAFF- Projektes zur Ausbildung als Sprach-und Kutlurmittler beteiligt und werden u.a. durch Herrn Markus Bernhard (KunterMund Augsburg) professionell auf die zukünftige Tätigkeit vorbereitet. Die inhaltlichen Schwerpunkte liegen dabei auf den Aufgaben und Arbeitsfeldern eines Sprach-und Kulturmittlers. Es dürfen nicht eigene Befindlichkeiten, Sympathien oder Emotionen mit in die Übersetzung eingebracht werden. Es gibt bei der Ausbildung genaue Regelungen für die Zusammenarbeit im Rahmen der Sprach- und Kulturmittlertätigkeit und sie unterliegt selbstverständlich der Schweigepflicht. Nach Absolvierung der insgesamt drei Blöcke erhalten die Teilnehmer ein Zertifikat als Sprach- und Kulturmittler und können unter anderem bei psychologischen Beratungen, Psychotherapien, medizinischen Gesprächen, Kontakten bei Fachbehörden etc. unterstützend tätig sein.

Flipchart

großer Stuhlkreis

kleiner Kreis

Namensschilder

Präsentation

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Wohnungssuche im Raum Neu Ulm/ Ulm

Die Kirchliche Allgemeine Sozialarbeit des Diakonischen Werks Neu-Ulm e.V. hat am 22. und 30. November zwei Veranstaltungen für Wohnungssuchende angeboten. Eine Veranstaltung fand in der Asylunterkunft in der Römerstrasse Ulm in Kooperation mit der Diakonie Ulm statt. Klienten, Ehrenamtliche aus Helferkreisen und auch Mitarbeiter von Einrichtungen bewegt die Frage wie bezahlbarer Wohnraum für niedrige Einkommensgruppen in Ulm/ Neu Ulm zu finden ist. Es fanden sich 37 Interessierte mit unterschiedlichen Hintergründen und Erfahrungen zu den Abenden ein.  Über die rege Teilnahme und das Interesse haben wir uns sehr gefreut und hoffen die Teilnehmer konnten neue Ideen mitnehmen um Ihre Chancen bei der Wohnungssuche zu verbessern. Die  kostenfreie Veranstaltung wurde durch die Zuwendung von „Aktion 100 000 und Ulmer helft“ gefördert.

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Gleiches Recht für alle Jugendlichen. Diakonie Bayern lehnt Jugendhilfe-Reform der CSU als grundgesetzwidrig ab.

Nürnberg, 30. 11. 2017: Zu früh, diskriminierend und damit grundgesetzwidrig – das Urteil der Diakonie Bayern zum gestern im Landtag beschlossenen  „Ausführungsgesetz der Sozialgesetze und des Aufnahmegesetzes“ (AGSG) fällt vernichtend aus. Es soll die Leistungen für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge im Freistaat neu regeln – und bedeutet aus Sicht des zweitgrößten bayerischen Sozialverbandes für die Betroffenen eine massive Einschränkung bisheriger Leistungen.

Wurden unbegleitete Minderjährige bislang je nach individuellem Bedarf und bis zum Erreichen der Volljährigkeit in Einrichtungen der Jugendhilfe betreut, sollen sie zukünftig grundsätzlich im sogenannten „Jugendwohnen“ untergebracht werden. Dr. Tobias Mähner, 2. Vorstand des Diakonischen Werkes Bayern: „Alle jungen Menschen mit Jugendhilfebedarf haben dieselben Rechte und müssen darum auch denselben Zugang zu den jeweils notwendigen Angeboten haben.“ Eine Sonderstellung von jungen Flüchtlingen allein aufgrund ihrer Herkunft ist nach Ansicht Mähners darum diskriminierend, widerspricht dem Grundgesetz und verstößt nicht zuletzt gegen das bundesweit geltende Kinder-und Jugendhilferecht (SGB VIII), in dem die individuelle Bedarfsdeckung als Grundsatz festgeschrieben ist. Bislang wurden die Maßnahmen für Betroffene gemeinsam von Jugendämtern und den freien Trägern der Jugendhilfe festgelegt. Nach dem Willen der Diakonie hätte dies auch so bleiben sollen. Mähner: „Das AGSG aber sieht vor, dass die Staatsregierung zukünftig hier in Form einer Rechtsverordnung Vorgaben machen kann.“ Damit greift sie massiv in die Gestaltungshoheit der Kommunen ein.

„Die Folgen für die Betroffenen, aber auch für unser Land werden fatal sein“, so Mähner. Die Jugendlichen bräuchten je nach persönlichem Erfahrungshintergrund unterschiedliche Formen der Unterstützung. „Das kann in schweren Fällen auch eine Traumatherapie sein.“ Nötig seien darum auf jeden Fall differenzierte Angebote, wie die Jugendhilfe der freien Träger sie bislang angeboten hätte. Zudem könnte durch eine individuelle Betreuung deutlich früher eine mögliche Radikalisierung festgestellt und ihr entgegengewirkt werden. „Die Unterbringung im Jugendwohnen erschwert dies; insofern ist das neue AGSG wirklich kein Beitrag zur inneren Sicherheit“. Unverständnis äußert die Diakonie auch über den Zeitpunkt des geplanten Ausführungsgesetzes. „Wir warten auf die Reform des SGB VIII – und da Bundesrecht im Zweifelsfall über Landesrecht steht, kommt die Initiative aus München zur Unzeit.“

Für Rückfragen stehe ich Ihnen jederzeit zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Daniel Wagner
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Mehr Geld, mehr Beteiligung. Diakonie und Erziehungsverband fordern Hilfe beim Rückbau der Angebote für unbegleitete minderjährige Ausländer

Nürnberg, 8.11.2017 Mehr finanzielle Unterstützung und eine bessere Beteiligung an Planung und Steuerung – nur so kann nach Ansicht der Diakonie Bayern und des Evangelischen Erziehungsverbandes (EEV) der Rückbau der Angebote für die sogenannten „UMAs“ gelingen. „Die Zahl der unbegleiteten minderjährigen Ausländer ist von 2016 auf 2017 um nahezu 25 Prozent zurückgegangen – dies hat spürbare Auswirkungen auf die Träger und Einrichtungen der Jugendhilfe“, so Sandra Schuhmann, Fachvorständin der Diakonie Bayern, heute auf der ConSozial in Nürnberg.

In den Jahren 2014 und 2015 haben die Jugendhilfeträger der Diakonie Bayern – nicht zuletzt auch auf Druck der öffentlichen Jugendhilfe - ihre Angebote für minderjährige Flüchtlinge massiv ausgebaut. Schuhmann: „Die Träger der Diakonie Bayern haben im Jahr 2016 über 1.700 Plätze in ihren Einrichtungen bereitgestellt. Viele davon wurden angesichts des rasch gestiegenen Bedarfs extra geschaffen.“ Für die Träger bedeutete dies: Anstellung entsprechend geschulter Mitarbeitender sowie Anmietung geeigneter Räumlichkeiten.

Allerdings: Bereits nach der Einführung der bundesweiten Verteilung der Flüchtlinge im Herbst 2015 ist die Zahl der UMAs spürbar zurückgegangen – ein Trend, der sich in den Jahren 2016 und 2017 fortgesetzt hat. Wurden im Juli 2016 noch rund 64.000  UMA in Deutschland (11.000 in Bayern) versorgt, so waren es ein Jahr später nur noch rund 58.000 (9.000 in Bayern) – mit entsprechenden Folgen für die Diakonie: Sie hat in den letzten 18 Monaten knapp 800 Plätze gestrichen. Sandra Schuhmann: „In Stellen bedeutet dies: Etwa 320 Fach- und Betreuungskräfte sowie Fachdienste, Hauswirtschaft, Verwaltung etc. Diese Stellen mussten im Zuge des Rückbaus innerhalb von 14 Monaten entweder umgeschichtet, reduziert oder gestrichen werden.“

Für die Vorsitzende des EEV, Sigrun Maxzin-Weigel, stiehlt sich Politik hier aus der Verantwortung: „Die Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe sind im Jahr 2015 in der Not der öffentlichen Hand zur Seite gesprungen. Nun werden sie weitgehend alleine gelassen. Das Sozialministerium verweist lapidar auf das „unternehmerische Risiko“ der freien Träger.“

Dabei ist die weitere Entwicklung aufgrund der politischen Lage kaum vorhersehbar – und bereits jetzt erleben die Träger, wie unterschiedlich in den einzelnen Kommunen mit der Situation umgegangen wird. Maxzin-Weigel: „Man kann von den freien Trägern kaum erwarten, dass sie auf eigenen Kosten Räume auf Verdacht anmieten und das entsprechende Personal vorhalten, damit sie vorbereitet sind, falls ihrer Region durch die landesweite Verteilstelle Jugendliche zugewiesen werden.“

Die beiden Verbände fordern darum neben einer Beteiligung der öffentlichen Jugendhilfe an den Kosten des Rückbaus auch eine bayernweite gemeinsame strukturelle Planung -  von öffentlicher und freier Jugendhilfe - wie mit stark schwankenden Bedarfen und den vorhandenen Ressourcen umgegangen werden soll, damit die Träger rechtzeitig und angemessen auf die schwankenden Bedarfe reagieren können – die zudem regional sehr unterschiedlich sind. Gleichzeitig warnen sie vor der Reduzierung des bestehenden differenzierten Angebots für UMA, die regional durch Schließung von – momentan – nicht benötigten Einrichtungen droht.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

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D. Wagner
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Mitgefangen, mitgehangen:
Kindern aus Hartz-IV-Familien wird der Aufstieg verwehrt.


Nürnberg, 19. Oktober 2017 „Kinderarmut ist die Folge davon, dass die großen sozialen Risiken wie Alter, Krankheit oder Arbeitslosigkeit sozialisiert sind und von den versicherungspflichtig Beschäftigten finanziert werden – während die Kinderkosten vorwiegend von den Eltern selber getragen werden.“ Zu diesem Schluss kommt Professor Anne Lenze von der Hochschule Darmstadt. Auf der Mitgliederversammlung der Diakonie Bayern, die heute in Nürnberg stattfindet, stellte sie fest: „Die Kinder von Hartz IV-Empfängern werden so knapp gehalten, dass der Anschluss an die Mittelschicht in der Regel nicht gelingen kann.“

Lenze zufolge hat das Beschäftigungswachstum der vergangenen Jahre nichts an der Kinderarmut geändert, denn 21 Prozent aller Beschäftigten arbeiten im Niedriglohnbereich: „Auch mit dem Mindestlohn von 8,55 Euro lässt sich kein Kind unterhalten.“ Die Kosten für Kinder könnten von gut verdienenden Eltern der Mittelschicht getragen werden, nicht aber von Arbeitslosen, Geringverdienern und Alleinerziehenden. „Deswegen finden sich in diesen Konstellationen die meisten armen Kinder.“ Hinzu komme die hohe Belastung durch die Kosten für die Miete. „In bestimmten Städten wie München oder Freiburg macht die Miete schon die Hälfte des Familieneinkommens aus.“

Die vorhandenen Sozialleistungen für Kinder der betroffenen Familien bewertet Lenze kritisch. Ein Geflecht von gegenseitig anzurechnenden Sozialleistungen verhindere, dass sich die Situation armer Kinder in Deutschland verbessere. Hinzu kommt, dass gerade Geringverdiener besonders hart davon betroffen sind, dass die Unterhaltskosten für Kinder nicht von der Bemessungsgrundlage der Sozialversicherung abgezogen werden können.

Lenze fordert darum, dass die Kosten für den Unterhalt von Kindern in niedrigen Einkommensbereichen vollständig vom Staat übernommen werden. Die verschiedensten Leistungen für Kinder und Familien sollten zu einem „großen Kindergeld“ bzw. zu eine Kindergrundsicherung zusammengefasst werden, wie es auch die Diakonie in Bayern vorgeschlagen hat.

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Daniel Wagner
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„Zu vieles ist noch unklar.“ Geschäftsführende der Diakonie Bayern fordern Verschiebung der bayerischen Integrationsrichtlinie bis Ende 2018

Nürnberg 09.10.2017 Vor einem Schnellschuss bei der geplanten „Beratungs- und Integrationsrichtlinie“ (BIR) des Bayerischen Sozialministeriums haben in Nürnberg die Geschäftsführenden der Diakonie in Bayern gewarnt. Zu viele Fragen seien noch ungeklärt, so die Konferenzteilnehmenden. Man begrüße zwar die vom Sozialministerium geplante Zusammenlegung von Asylsozial- und Migrationsberatung. „Dies sollte aber erst nach gründlicher Diskussion und unter Beteiligung aller Partner geschehen“, so das Votum der Geschäftsführenden der Diakonie Bayern in Nürnberg.

Die Richtlinie sieht u.a. vor, die bislang getrennten Beratungsbereiche zusammenzulegen und aus einem gemeinsamen Budget zu finanzieren. Grundlage für die Budgetbemessung sollen nach dem Willen des Sozialministeriums die Zahlen aus dem Ausländerzentralregister sein. In der Datenbank werden alle in Deutschland lebenden Ausländer und Ausländerinnen erfasst, jedoch ist der Datenbestand häufig nicht aktuell. Zudem lassen allein die Gesamtzahlen der in einer Stadt oder einem Landkreis lebenden Ausländer keine Rückschlüsse auf den tatsächlichen Beratungsbedarf einzelner Gruppen zu. Denn erfasst werden neben Asylsuchenden etwa auch ausländische Hochschulprofessoren oder Mitarbeitende internationaler Konzerne.

Die Vertreter und Vertreterinnen die Diakonie begrüßten zwar ausdrücklich, dass die Richtlinie die gesamte Breite der verschiedenen Beratungsangebote, darunter etwa auch die Hausaufgabenhilfen und die Integrationslotsen, erfasse.  „Bis heute wissen wir aber noch nicht, wer zukünftig wofür zuständig sein soll, wie der Stellenschlüssel aussieht, und wie hoch das Budget sein wird“, kritisiert die Diakonie den Richtlinienentwurf. „Bei einem so zentralen und komplexen Thema wie der Integration sollte auf Schnellschüsse verzichtet werden.“

Weiterhin gebe es auch zukünftig keinen Rechtsanspruch auf Förderung der Beratungsangebote. „Im Gegensatz - dies wird gleich in der Präambel der geplanten Richtlinie verneint und auf die jeweilige Kassenlage verwiesen.“ Es dürfe nicht sein, dass die Asylsozial- und Migrationsberatung weiterhin nur unter dem Finanzierungsvorbehalt des Freistaates möglich sein soll.

Die Geschäftsführendenkonferenz der Diakonie Bayern tagt dreimal jährlich; hier treffen sich Vertreter und Vertreterinnen von etwa 70 diakonischen Trägern aus dem Freistaat.

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Daniel Wagner
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Leben bis zuletzt. Diakonie Bayern eröffnet Herbstsammlung 2017/Videoblog zum Thema Sterbebegleitung

Fast alle Menschen wünschen sich, zuhause und in ihrer vertrauten Umgebung zu sterben. Die Wirklichkeit aber sieht anders aus, wie eine Studie aus dem Jahr 2015 zeigt: Die meisten Menschen sterben in Deutschland nach wie vor nicht zuhause, sondern im Pflegeheim, im Hospiz oder im Krankenhaus. Hier endet jedes zweite Leben in Deutschland. Nur jeder vierte Mensch stirbt dort, wo er es sich eigentlich gewünscht hat: zuhause.

Trotz der jüngsten Würdigung durch das Hospiz- und Palliativgesetz: Die Begleitung von Menschen am Lebensende ist ein gesellschaftlich wichtiges Thema und stellt die privaten und öffentlichen Träger im Sozial- und Gesundheitsbereich vor große Herausforderungen. Problematisch sind etwa der Personal- und Zeitmangel in Pflegeeinrichtungen und ambulanten Diensten. Denn Sterbebegleitung, ob zu Hause, im Hospiz oder in einer Pflegeeinrichtung, beinhaltet immer auch Abschieds- und Trauerbegleitung. Viele diakonische Einrichtungen arbeiten deshalb eng mit der Hospizbewegung und den örtlichen Hospizvereinen zusammen, um den Bewohnerinnen und Bewohnern im Abschied zur Seite zu stehen. Neben den Hauptberuflichen unterstützen so ehrenamtliche Hospizbegleiter Sterbende und ihre Familien auf dem letzten Lebensabschnitt. Für die Ausbildung der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden in der Sterbebegleitung und andere diakonische Leistungen bittet das Diakonische Werk Bayern vom 09. bis 15. Oktober 2017 um Spenden.

Eröffnet wird die diesjährige Herbstsammlung am
Sonntag, den 8. Oktober
um 10. 00 Uhr
mit einem Gottesdienst in der Kirche St. Johannes
Augsburger Str. 36 a
93051 Regensburg

zu dem wir Sie herzlich einladen. Die Predigt wird der Präsident der Diakonie Bayern, Michael Bammessel halten.

Die Begleitung von Menschen am Lebensende steht übrigens auch im Mittelpunkt des Videoblogs „Menschenskind“ der Diakonie Bayern mit Diakoniepräsident Michael Bammessel. Sie finden den Blog im YouTube-Kanal der Diakonie (www.youtube.com/DiakonieBayern) bzw. direkt unter http://bit.ly/2ystoIN

Die traditionelle Herbstsammlung der Diakonie Bayern findet seit über sechzig Jahren statt. Gesammelt wird sowohl in den evangelischen Gottesdiensten, auf der Straße und an den Haustüren. Spenden sind aber auch online unter www.diakonie-bayern.de oder telefonisch unter der Spendenhotline 0800 – 700 50 80 möglich.

30% der Spenden werden vom Diakonischen Werk Bayern für die Projektförderung in ganz Bayern eingesetzt. 70% der Spenden an die Kirchengemeinden verbleiben direkt im Dekanatsbezirk zur Förderung der diakonischen Arbeit vor Ort. Im vergangenen Jahr erbrachte die Herbstsammlung knapp 650.000 Euro.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen jederzeit zur Verfügung.

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Daniel Wagner
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Aktionstag Glücksspielsucht: Bis zu 1.2 Millionen Menschen in Bayern von den Folgen der Spielsucht betroffen.

Nürnberg, 26.09.2017 Auf einen spielsüchtigen Menschen kommen bis zu 20 Angehörige, die unmittelbar oder mittelbar von der Sucht betroffen sind. Darauf weist der Fachverband Suchtkrankenhilfe der Diakonie Bayern vor dem morgigen Aktionstag Glückspielsucht hin. „Allein unter den finanziellen Folgen der Sucht leidet die ganze Familie.“, so der Vorsitzende des Fachverbandes, Matthias Emmer, heute in Nürnberg. Die psychischen Belastungen führen ebenfalls zu massiven Problemen.

Der Landesstelle Glücksspielsucht zufolge gibt es in Bayern etwa 34.000 Menschen, bei denen von einem pathologischen Spielverhalten gesprochen werden kann, etwa ebenso viele Menschen haben ein problematisches Spielverhalten. Im Vergleich zu 2013 ist die Zahl der Spielsüchtigen im Freistaat um etwa 17 Prozent gestiegen. Damit sind bis zu 1.2 Millionen Menschen im Freistaat von der Spielsucht und ihren Folgen betroffen.

Das häufigste Glücksspiel ist das klassische Lottospiel (knapp 60 Prozent); Automatenspiele hingegen spielen hingegen deutlich weniger Menschen (knapp ein Prozent). Eine immer größere Rolle spielen Online-Angebote wie Sportwetten oder Internetkartenspiele. Bei Jugendlichen – jeder zweite bayerische Jugendliche gab im Jahr 2012 an, bereits einmal an Glücksspielen teilgenommen zu haben – stehen Rubbel- und Aufreißlose an erster Stelle (ca. 30 Prozent), gefolgt von Karten- und Würfelspielen sowie Spielen im Internet. Nicht erfasst wurden Online-Rollenspiele wie „World of Warcraft“ und andere.

Emmer wies auf das Beratungsnetzwerk der Diakonie hin: „Unsere Suchtberatungsstellen sind sowohl für Menschen offen, die ein belastendes Spielverhalten aufweisen, als auch für ihre Angehörigen.“ Aber auch in anderen Beratungsdiensten wie den Ehe- und Familienberatungsstellen oder der Schuldner- und Insolvenzberatung könnten Betroffene und ihre Angehörigen Hilfe finden.

Als pathologisch gilt ein Spielverhalten unter anderem dann, wenn es nicht gelingt, das Glücksspiel zu kontrollieren oder einzudämmen, wenn das Spielverhalten etwa durch Lügen vertuscht wird oder das Spielverhalten Beziehungen oder den Arbeitsplatz belasten oder gar gefährden.

Die Diakonie unterhält Suchtberatungsstellen unter anderem in Hof, Weißenburg-Gunzenhausen, Coburg  und Schweinfurt. Die Liste aller Beratungsstellen findet sich im Internet unter www.lsgbayern.de. Weitere Informationen zum Aktionstag Glücksspielsucht gibt es ebenfalls im Internet unter www.aktionstag-gluecksspielsucht.de

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