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aus: Südwest Presse Zeitung vom 08.09.2017
 

Paten im deutschen Alltag

Seit einem Jahr begleiten ehrenamtliche Alltagspaten junge Flüchtlinge auf ihrem Weg, in Deutschland Fuß zu fassen. Einige berichten über ihre Erfahrungen.

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Foto: Familienzentrum Neu-Ulm

Projekt Alltagspaten im Familienzentrum Neu-Ulm: Gabriele Miller unterstützt Ahmad Shoaib aus Afghanistan

 Siglinde Hiller und Manfred Psenner haben sich drei jungen Männern aus Guinea angenommen. Seit einem Jahr begleitet das Ehepaar als ehrenamtliche Alltagspaten die drei Flüchtlinge auf ihrem Weg, in Deutschland Fuß zu fassen. „Wir haben uns für die Patenschaft entschieden, weil die jungen Menschen seit ihrer Volljährigkeit auf sich alleine gestellt sind und wir sie unterstützen möchten.“

Die drei Flüchtlinge, die Siglinde Hiller und Manfred Psenner begleiten, gehen zur Schule und haben erfolgreich mehrere Sprachtests bestanden. Das Ehepaar hat für die drei je ein zweiwöchiges Berufsorientierungspraktikum gefunden, denn ihre Schützlinge haben klare Vorstellungen, welchen Beruf sie einmal ergreifen möchten. „Diese jungen Menschen haben eine Chance verdient, ihre und auch unsere Zukunft mit zu gestalten“, finden die Alltagspaten.

Familienzentrum unterstützt Helfer

Die Diakonie Neu-Ulm und das Neu-Ulmer Familienzentrum haben das Projekt vor gut einem Jahr gestartet. „Das Thema Integration ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“, heißt es dazu in einer Mitteilung des Familienzentrums. Mittlerweile betreut es 21 Alltagspatenschaften. Die Zusammenarbeit zwischen Ehrenamtlichen und jungen Flüchtlingen erstreckt sich von schulischen und beruflichen Themen über Begleitung zu Arztbesuchen, Behördengängen oder Terminen beim Rechtsanwalt bis hin zu Freizeitaktivitäten und einem „bereichernden Kennenlernen“ der unterschiedlichen Kulturen. Das Familienzentrum unterstützt die ehrenamtlichen Helfer durch sozialpädagogische Begleitung, regelmäßige Supervision und Fortbildung.

Die Erfahrungen seien bisher sehr gut, berichtet Jessica Baur vom Familienzentrum. „Erfolgreiche Schulabschlüsse, Vermittlung in Praktika oder Ausbildung und die Vermittlung von Deutschkenntnissen sind Beispiele dafür.“ Die Migranten seien sehr motiviert. Sie bräuchten aber die Unterstützung von Menschen, die in Deutschland zu Hause sind, sich auskennen und den jungen Flüchtlingen mit Rat und Hilfe zur Seite stehen könnten.

Info Wer sich für das Projekt Alltagspaten interessiert, kann sich an Jessica Baur vom Familienzentrum wenden, Tel. (0731) 603 09 91

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